Die Berater-Branche „rüstet“ auf – 50 ESUG-Berater für die deutsche Wirtschaft

  • Frühjahrsumfrage zeigt grundlegenden Wandel
Bonn, 14.05.2014 - 

Mehr als 40 Prozent des deutschen Mittelstandes will in einer Krise auch die Möglichkeit einer Sanierung unter Insolvenzschutz in den Blick nehmen, so das Ergebnis einer DIAI-Umfrage unter 4.000 Unternehmern. Allerdings fehlt es bundesweit an entsprechend qualifizierten Beratern. Nun haben 19 Berater aus den Berufsgruppen Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater und Interimsmanager die Prüfung zum ESUG-Berater bestanden und vergrößern das bundesweite Netzwerk auf fast 50 spezielle ESUG-Berater. Damit schließt sich nach den Worten von Prof. Dr. Hans Haarmeyer, Leitende Direktor des DIAI, „eine Lücke im Beratermarkt und es stehen interessierten Unternehmen nunmehr bundesweit fachkundige Begleiter zur Verfügung“.

Derzeit weist die hohe Quote von gerichtlichen Zurückweisungen bei Schutzschirm- und Eigenverwaltungsverfahren auf massive Beratungsdefizite der Hilfe suchenden Unternehmen hin. „Die meisten Unternehmensberater verharren auch zwei Jahre nach Inkrafttreten des ESUG in alten Denkmustern und haben noch nicht erkannt, wie sehr sich die Beratungswelt verändert hat“, sagt Prof. Haarmeyer, anlässlich der Zertifizierung weiterer geprüfter ESUG-Berater.

Der geprüfte ESUG-Berater sieht sich als Schnittstelle zwischen Sanierungs- und Insolvenzberatung und will hier Aufklärungsarbeit leisten. Denn mit der Reform des Insolvenzrechts durch das ESUG haben sich für Unternehmen in der Krise völlig neue Möglichkeiten der Überwindung von Krisen durch eine Sanierung unter dem Schutzschirm des Insolvenzrechts ergeben. Nach der Frühjahrsumfrage von Creditreform, DIAI und des Bundesverbandes der ESUG Berater Deutschland (BV-ESUG) würden 80 Prozent aller Unternehmen eine Ausweitung dieser Möglichkeiten begrüßen. Jedoch kennen mehr als 60 Prozent der Unternehmer diese Möglichkeiten nicht.

Die spezialisierten Berater erfüllen alle Kriterien des Gütesiegels des DIAI und dürfen die anerkannte Bezeichnung „Geprüfter ESUG-Berater“ führen. Das DIAI-Zertifikat dokumentiert zum einen die notwendig umfassende fachliche Qualifikation, zum anderen ist eine bereits erlangte langjährige Berufserfahrung in der Sanierung eine Zugangsvoraussetzung zum Lehrgang. Die überwiegende Seniorität der erfolgreichen Absolventen weist dies eindrucksvoll nach. Das Siegel „Geprüfter ESUG-Berater“ gilt zunächst für ein Jahr und kann durch qualifizierte jährliche Aus- und Weiterbildung im Bereich des Sanierungs- und Insolvenzmanagements verlängert werden.

Die erfolgreichen Absolventen sind:

Dr. Stefan Rieke, Rechtsanwalt Uwe Kassing, Dipl.-Betriebswirt (FH) Frank Hennig, Dipl.-Kfm. StB Wilfried Braakmann, Dipl.-Ing. MBA Jean-Claude Bisenius, Rechtsanwalt Dr. Arne Löser, Dipl.-Kfm. Markus Langguth, Stefan Mairiedl, Rechtsanwalt Dr. Michael Lojowsky, Thomas Osterhold, Silvio Zeidler, Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Jochen Weinberg, Rechtsanwalt Dr. Jasper Stahlschmidt, Joost Schneider, Dipl.-Wirt.-Ing. (TU) Thomas Kritzner, Rechtsanwalt Frederik Liebing, Rechtsanwältin Sybille Hasse, LL.M., Dipl.-Ing. Piotr Flak, Dipl.-Wirt.-Ing. Jürgen Lotter.

Weitere Informationen über und Anmeldung zum Geprüften ESUG-Berater erhalten Sie auf www.esug-berater.org.

Informationen über das DIAI erhalten Sie unter www.diai.org

Kontakt:

Prof. Dr. Hans Haarmeyer
Leitender Direktor

Rheinstraße 50
53179 Bonn
Tel/Fax: 0228 - 359462




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