Maschinenbau

Deutsche Mechatronics

Deutsche Mechatronics GmbH

Ort: Mecher­nich
Umsatz: 50 Mio. Euro
Mit­ar­bei­ter: 340
Ver­ant­wort­li­ches BV ESUG-Mit­glied: Robert Buchalik
Funk­ti­on: Berater
Tätig­keits­schwer­punk­te: Beglei­tung und Bera­tung durch das Ver­fah­ren, Vor­be­rei­tung der Anträ­ge, Erstel­lung Insol­venz­plan, Liqui­di­täts­pla­nung, finanz­wirt­schaft­li­che und ope­ra­ti­ve Sanie­rung, Arbeits­recht­li­che Bera­tung der Eigen­ver­wal­tung zu allen Fra­gen des Arbeitsrechts.
Ver­fah­rens­stand: beendet

Situa­ti­on: Die deut­sche Mecha­tro­nics GmbH ist als Sys­tem­lie­fe­rant für Pro­dukt­ent­wick­lung und Pro­duk­ti­on  in hohem Maße von der deut­schen Druck­in­dus­trie abhän­gig. Die anhal­ten­de Kri­se in der Druck­in­dus­trie, Rechts­strei­tig­kei­ten zu Pen­si­ons­an­sprü­chen von Arbeit­neh­mern sowie Pro­ble­me bei der Ein­füh­rung eines neu­en ERP-Sys­tems führ­ten das Unter­neh­men im Jahr 2012 in die Kri­se. Da für Restruk­tu­rie­rungs­maß­nah­men die finan­zi­el­len Mit­tel fehl­ten, ent­schied sich die Geschäfts­füh­rung Anfang 2013 für ein Insol­venz­ver­fah­ren in Eigenverwaltung.

Lösung: Das obers­te Ziel, das Ver­trau­en der Kun­den nicht zu ver­lie­ren wur­de durch die Insol­venz­geld­vor­fi­nan­zie­rung sicher­ge­stellt. Eine durch­ge­führ­te Ursa­chen­ana­ly­se ent­tarn­te ope­ra­ti­ve Schwach­stel­len, wie z.B. unkla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten, unzu­rei­chen­de inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on, eine zu gro­ße Abhän­gig­keit von nur einem Groß­kun­den oder feh­len­de Kenn­zah­len zur ope­ra­ti­ven Steue­rung. Das von den Bera­tern der Bucha­lik Bröm­me­kamp gemein­sam mit der Geschäfts­lei­tung aus­ge­ar­bei­te­te Sanie­rungs­kon­zept ana­ly­sier­te alle Arbeits­be­rei­che des Unter­neh­mens (z.B. Ver­trieb, Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se, Working Capi­tal) und defi­nier­te anschlie­ßend unter­stüt­zen­de Maß­nah­men. Das Sanie­rungs­kon­zept über­zeug­te die Gläu­bi­ger und sie stimm­ten dem Insol­venz­plan zu.

G.M.W.

G.M.W. Präzisions GmbH & Co. KG

Ort: Burg
Umsatz: 15 Mio. Euro
Mit­ar­bei­ter: 100
Ver­ant­wort­li­ches BV ESUG-Mit­glied: Robert Bucha­lik und Micha­el Voss
Tätig­keits­schwer­punk­te: Beglei­tung und Bera­tung durch das Ver­fah­ren, Vor­be­rei­tung der Anträ­ge, Erstel­lung Insol­venz­plan, Liqui­di­täts­pla­nung, finanz­wirt­schaft­li­che und ope­ra­ti­ve Sanie­rung,  Arbeits­recht­li­che Bera­tung der Eigen­ver­wal­tung zu allen Fra­gen des Arbeitsrecht
Ver­fah­rens­stand: beendet

Situa­ti­on: Auf­grund der Schiffs­bau­kri­se und Unsi­cher­hei­ten bei der För­de­rung von Wind­ener­gie­an­la­gen (WEA) erlitt die G.M.W. Prä­zi­si­ons GmbH im Jahr 2010 Umsatz­ein­bu­ßen und geriet in der Fol­ge­zeit in eine finan­zi­el­le Schief­la­ge. Das vor­he­ri­ge schnel­le Wachs­tum der G.M.W. Prä­zi­si­ons GmbH erfor­der­te hohe Inves­ti­tio­nen im Maschi­nen­be­reich. Durch nicht opti­mal struk­tu­rier­te Finan­zie­run­gen führ­te dies nach dem Umsatz­ein­bruch zu finan­zi­el­len Eng­päs­sen. Das Unter­neh­men ent­schloss sich daher im Jah­re 2013 für ein Insol­venz­ver­fah­ren in Eigenverwaltung.


Lösung:
Die Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp beglei­te­te die G.M.W.  Prä­zi­si­ons GmbH zunächst bei Ver­hand­lun­gen mit den Finan­zie­rern und führ­te  ein IDW S 6‑Gutachten durch, das die Fort­füh­rungs­fä­hig­keit des Unter­neh­mens prüf­te und wei­te­re Sanie­rungs­an­sät­ze im ope­ra­ti­ven Bereich fest­stell­te. Anschlie­ßend stell­te die Geschäfts­füh­rung einen Insol­venz­an­trag. Das Amts­ge­richt ord­ne­te die Eigen­ver­wal­tung an. Unter­stüt­zend zum Ver­fah­ren wur­de ein Gläu­bi­ger­aus­schuss sowie ein vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter (RA Chris­ti­an Graf Brock­dorff) ein­ge­setzt. Ent­las­sun­gen von Mit­ar­bei­tern waren nicht not­wen­dig. Der Geschäfts­be­trieb konn­te ohne Pro­ble­me wei­ter­ge­führt wer­den. Gleich­zei­tig setz­te das Unter­neh­men not­wen­di­ge ope­ra­ti­ve Sanie­rungs­maß­nah­men, z.B. die Umfi­nan­zie­rung des Maschi­nen­parks, um. Da wäh­rend des Eröff­nungs­ver­fah­rens bei einer Eigen­ver­wal­tung kei­ne Umsatz­steu­er gezahlt wer­den muss, ver­bes­ser­te sich die Liqui­di­täts­si­tua­ti­on des Unter­neh­mens zuneh­mend. Die Geschäfts­lei­tung wur­de wäh­rend des eröff­ne­ten Ver­fah­rens durch einen ver­sier­ten Ver­trieb­ler unter­stützt. Der Insol­venz­plan wur­de nach Fer­tig­stel­lung ange­nom­men. Das Unter­neh­men kann sich wie­der am Markt behaup­ten und über 100 Arbeits­plät­ze konn­ten lang­fris­tig  erhal­ten bleiben.

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